Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Mentoring Mentee/Mentor

Dokumente

Mentoring-Programm-Flyer
Mentoring-Programm-Flyer.pdf (958,5 KB)  vom 30.11.2016

Kontakt

Annette Schacht
Programmkoordinatorin

Telefon: +49 345 55 21 015
Telefax: +49 345 55 27 092

Raum Rektoratsgebäude/
Erdgeschoss
Universitätsplatz 10
06108 Halle (Saale)

Weiteres

Login für Redakteure





Charakteristika und Programmstruktur

Charakteristika

Das Mentoring-Programm der MLU für Nachwuchswissenschaftlerinnen...

  • ist interdisziplinär ausgerichtet.
  • ist  durch eine aufeinander aufbauende, modulare, zielgruppenspezifische Programmstruktur gekennzeichnet.
  • fokussiert die Übergänge im Qualifizierungsverlauf des wissenschaftlichen Nachwuchses.
  • ist über die Module hinweg durch eine abnehmende Strukturierung und zunehmende (gruppenspezifisch/individuelle) Ausgestaltungsoptionen gekennzeichnet.
  • wählt einen der Situation von Nachwuchswissenschaftlerinnen angemessenen Zeitaufwand.
  • ermöglicht eine Teilnahme zu verschiedenen Zeitpunkten während des Qualifizierungsverlaufs, wobei die Module miteinander kombiniert werden können.
  • verfolgt eine nachhaltige, integrative  Netzwerkbildung unter Einbeziehung von Synergien an der MLU und innerhalb der Wissenschaftsregion Halle-Jena-Leipzig.

Zielgruppen

Mentees

Als Mentees können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen der MLU aller Qualifikationsstufen und Fachrichtungen bewerben. Nachwuchswissenschaftlerinnen, die am Mentoring-Programm teilnehmen möchten, sollten eine wissenschaftliche Führungsposition anstreben und diese aktiv gestalten wollen. Neben Engagement und Motivation wird Offenheit für konstruktives Feedback und die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an den Programmmodulen vorausgesetzt.

Mentorinnen/Mentoren

Als Mentorinnen bzw. Mentoren stehen den Nachwuchswissenschaftlerinnen erfahrene Professorinnen bzw. Professoren unterschiedlicher Fachdisziplinen der MLU bzw. des Universitätsbundes Halle-Jena-Leipzig (Modul im Universitätsbund) sowie ggf. externe Expertinnen bzw. Experten zur Seite, die motoviert sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in einem persönlichen Kontakt an Nachwuchswissenschaftlerinnen weiterzugeben.

Programmstruktur (Module)

Das Mentoring-Programm der MLU für Nachwuchswissenschaftlerinnen umfasst drei Programmmodule, die den gesamten Zeitraum der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses abbilden, sowie zwei Ergänzungsmodule.

Im Fokus der Module stehen jeweils unterschiedliche Karrierewege bzw. Karriereoptionen in der universitären und/oder außeruniversitären Wissenschaft. Über die Module hinweg wird eine zunehmenden Schwerpunktsetzung auf den Karriereweg „Professur“ gelegt.

Übersicht Module des Mentoring-Programm der MLU
Uebersicht Module des Mentoring-Programms der MLU.jpg (118,3 KB)  vom 13.09.2016

Programmphase und Vorbereitungsphase

Programmphase

Die Programmphase umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten. Der Auftakt im Rahmen der Jahresveranstaltung (Juni/Juli) kennzeichnet den Beginn der Programmphase. Die Programmphase folgt einem modulspezifischen Zuschnitt und ist in jedem Modul durch vorgegebene und gruppenspezifische Ausgestaltungsmöglichkeiten gekennzeichnet.


Uebersicht Programmablauf.jpg (147,4 KB)  vom 13.09.2016

Übersicht Programmablauf exemplarisch

Übersicht Programmablauf exemplarisch

Vorbereitungsphase

Eine Vorbereitungsphase (März-Juni) bereitet die aktive Teilnahme in der Programmphase vor. Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung  ‚Mentoring‘ wird für jedes Modul ein Workshop „Vorbereitung auf den  Mentoring-Prozess“ angeboten. Der Workshop vermittelt wichtige Grundlagen für den Mentoring-Prozess. Im Aufbaumodul 'Orientierung  Professur' und im Modul des Universitätsbund 'Auf dem Weg zur Professur' schließt  sich an den  Workshop die 'Matching'-Phase an.

Vorbereitungphase

Vorbereitungphase

Modulkomponenten

Die Modulkomponenten 'Mentoring', 'Workshops' und 'Peergroup-Treffen' sind jeweils modulspezifisch zugeschnitten.

Modulübergreifend sind als weitere Modulkomponenten 'Netzwerkveranstaltungen' und 'Networking-Angebote' im Programm enthalten.

Netzwerkveranstaltungen und Networking-Angebote

Die Netzwerkveranstaltungen bieten Mentees vor allem die Chance, mit andern Mentees und mit Mentorinnen bzw. Mentoren des Mentoring-Programms in Kontakt zu treten. Sie sollen insbesondere eine Plattform für den ergänzenden Austausch zu Promotion, Habilitation und der wissenschaftlichen Arbeit als Nachwuchswissenschaftlerin sein.

  • Jahresnetzwerkveranstaltung (Ende Juni/Anfang Juli)
  • Halbjahrestreffen
  • Networking-Angebot ‚MLU-Mentee-Treffen‘
  • Networking-Angebot ‚Mentoring-Café‘
  • ‚Themen-Netzwerktreffen‘ (Modul im Universitätsbund)
  • Networking-Angebot ‚Themen-Peergroup‘ (Modul im Universitätsbund)

Mentoring

Das Mentoring-Programm der MLU unterscheidet drei Arten des Mentoring:

  • Peergroup-Mentoring: Basismodul 'Wege in die Wissenschaft'
  • Tandem-Mentoring (One-to-One-Mentoring): Aufbaumodul 'Orientierung Professur'
  • One-to-One-Mentoring: Modul im Universitätsbund 'Auf dem Weg zur Professur'

Mentoring ist eine klassische Form individueller Nachwuchsförderung. Mentorin/Mentor und Mentee (One-to-One-Mentoring) bzw. Expertinnen/Experten und eine Gruppe von Mentees (Peergroup-Mentoring) entwickeln in Gesprächen Karriereperspektiven in der Wissenschaft in Vereinbarkeit mit Partnerschaft/Familie. Die Vermittlung von informellem Wissen und die strategische Planung und Umsetzung von Karriereschritten aus individueller Sicht der Mentee stehen dabei im Mittelpunkt. Die Mentoring-Beziehung ist geprägt von Hierarchiefreiheit und Offenheit. Sie beruht auf persönlichem Kontakt, Freiwilligkeit, Unabhängigkeit und Vertraulichkeit.

Workshops

Ein hochwertiges Angebot an Workshops zur Erweiterung der Schlüsselkompetenzen und Fundierung der wissenschaftlichen Karriere für Mentees ergänzt den Mentoring-Prozess. Die in der Regel eintägigen Workshops sind speziell für das Mentoring-Programm konzipiert und beziehen individuelle Präferenzen der Mentees ein. Sie werden von ausgewiesenen externen Referentinnen bzw. Referenten mit langjähriger Erfahrungen und Referenzen im Bereich Coaching und chancengerechter Nachwuchsqualifizierung durchgeführt. In jedem Modul sind pro Jahr drei Workshops vorgesehen.

Workshop-Reihe

Eine Workshop-Reihe zum Themenbereich 'Karrierewege/Karrierestrategien/ wissenschaftliche Profilbildung' ist im Programm vorgegeben:

  • Karrierewege in die Wissenschaft (Basismodul 'Wege in die Wissenschaft')
  • Karriereplanung in der Wissenschaft (Aufbaumodul 'Orientierung Professur')
  • Wissenschaftliche Profilbildung konkret (Aufbaumodu 'Orientierung Professur')
  • Karrierestrategie 'Auf dem Weg zur Professur' (Modul im Universitätsbund)
  • Berufungsverfahren konkret I und II (Modul im Universitätsbund)

Workshops mit optionaler Themenwahl

Neben der Workshop-Reihe können Mentees für ihr Modul Workshops zu weiteren Themen benennen. Themen der Workshops können beispielsweise sein:

  • Netzwerkstrategie –  Auf- und Ausbau karriererelevanter Netzwerke
  • Führungsaufgaben, z.B. Personalführung/Umgang mit Leitungstätigkeiten
  • Selbstdarstellung/Verhandlungstraining
  • Frauen in der Wissenschaft – Karrieren und Barrieren
  • Work-Life-Balance – Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben/Zeitmanagement
  • Einwerben von Drittmitteln für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Peergroup-Treffen

Mentees eines Moduls und Mentoring-Jahrgangs bilden eine Peergroup. Im Mittelpunkt der Peergroup-Treffen steht der informelle Austausch. Die Vernetzung in der Peergroup soll perspektivisch eine über die Programmteilnahme hinausgehende mittel- und langfristige Unterstützungsoption bieten.

Zielsetzung des Programms

Das Mentoring-Programm verfolgt das Ziel, Karrierechancen von Nachwuchswissenschaftlerinnen zu optimieren, um langfristig den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen an Hochschulen zu erhöhen. Der Mentoring-Prozess soll die Kompetenzen und Potenziale der Wissenschaftlerinnen sichtbar machen, stärken und Nachwuchswissenschaftlerinnen bei der Bewältigung geschlechtsspezifischer Qualifizierungsbedingungen im Wissenschaftsbereich durch gezielte individuelle Karriereförderung unterstützen. Die aktive Planung der wissenschaftlichen Laufbahn in Vereinbarkeit von Beruf und Partnerschaft/Familie soll durch die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen angeregt werden.

Das Mentoring-Programm versteht sich nicht als Form der fachlichen Betreuung und ersetzt keinesfalls die fakultätsinterne Begleitung der Qualifikation. Die Teilnahme am Mentoring-Programm ergänzt die fachlich-inhaltliche wissenschaftliche Betreuung an den Fakultäten und steht als Unterstützungsangebot nicht in Konkurrenz zu ihr, sondern bietet eine wertvolle Ergänzung.

Chancen für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Mit der Teilnahme am Mentoring-Prozess verbinden sich für Nachwuchswissenschaftlerinnen je nach individuellem Interesse verschiedene Chancen, wie beispielsweise:

  • Gewinnung von karriererelevantem Wissen über Strukturen, Prozesse und übliche Regeln des Wissenschaftsbetriebs
  • Auf- und Ausbau karriererelevanter (informeller) Netzwerke
  • Wissens- und Erfahrungstransfer mit etablierten WissenschaftlerInnen
  • Austausch und Impulsgebung durch Networking
  • Kompetenzerweiterung in Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  • Reflexion geschlechtsspezifischer Faktoren wissenschaftlicher Laufbahnen
  • Beratung zu karriererelevanten Fragen unter Berücksichtigung individueller Lebensphasen und Unterstützung bei der Planung konkreter Karriereschritte

Zum Seitenanfang